#116 - Sonjas Jahresrückblick 2025
Ausblick und Impulse zu ich-Botschaften
28.12.2025 25 min
Zusammenfassung & Show Notes
Jahresrückblick mit Sonja: Erfolge, Grenzen und Ausblick – dazu Impulse zu Authentizität, Polysaturation und Ich‑Botschaften.
In dieser besonderen Zwischen-den-Jahren-Folge zieht Sonja ein persönliches und podcastbezogenes Fazit: Konstanz, Community und ein breites Themenspektrum treffen auf ehrliche Einblicke in Grenzen und Erschöpfung. Es geht um Spiritualität und Intuition in der Beratung, politische Sorgen und Solidarität, Polysaturation im eigenen Leben – und um konkrete Kommunikationstools wie Ich‑Botschaften. Ein offener Blick zurück und nach vorn: Was bleibt, was wird, und wie wir verbunden und wohlwollend ins neue Jahr starten.
📌 Themen dieser Folge:
- Wozu MoPoCo da ist – Unterstützung statt Therapie, Einladung zu Selbstfürsorge und professioneller Hilfe
- Weihnachts-/Silvesterformat: Narrenfreiheit, Spontaneität und der Wert unperfekter Folgen
- Zwischen den Jahren: Reset-Raum, Spiritualität und Intuition neben Wissenschaft
- Jahresbilanz: 2 Jahre wöchentliche Folgen, Messeauftritt (BoFeWo), Highlights und Dankbarkeit
- Inhaltliche Schwerpunkte 2025: Vertrauen, Erstkontakt, Beziehungsöffnung, Grenzen, Kink, Neurodivergenz, Diskriminierung, Polyarroganz
- Politische Sorgen, Schutz und Ausschluss: Warum Solidarität und Community tragen
- Operatives: 116 Episoden, prall gefüllte Themenliste, mögliche Formatänderungen, Unabhängigkeit statt Monetarisierung, Website-Umzug, Teamkapazitäten
- Community-Projekte: TOBT, Polykonferenz, KFPs-Umzug – niedrigschwellige Zugänge und Vernetzung
- Persönliches: Beziehungspausen, Polysaturation, 50. Geburtstag, mehr Raum für Spiritualität, Erholung und Langsamkeit
- Beziehungstools: Authentizität leben und Ich‑Botschaften kontextsensitiv verwenden
💡 Das Wichtigste in Kürze:
- Authentizität ist Fundament gelingender Beziehungen: Leb dich, mit allem was du mitbringst.
- Ich‑Botschaften sind hilfreich, wenn sie beim eigenen Erleben bleiben und den Fokus nicht verschieben.
🔗 Links & Ressourcen zur Folge:
- Neue Website: https://mopoco-podcast.de/
- Instagram: https://instagram.com/mopoco_podcast
- E‑Mail für Feedback: podcast@sonjajuengling.de
- BoFeWo – Bondage Fetish World: https://bofewo.com/
- Kunst der Unvernunft: https://kunstderunvernunft.de/
- Dirk – Herz plus Verstand (Interviewpartner): https://www.herz-plus-verstand.de/
- Kink‑friendly Professionals: https://kink-friendly.de/
- Tag der offenen Beziehungstür (TOBT): https://www.netzwerk-polyamorie.de/tobt
Hast du Fragen oder möchtest uns Feedback geben?
Kontakt zu uns:
📧 podcast@sonjajuengling.de
📸 Instagram: @mopoco_podcast
🗣️ Diskussionsgruppe zum Podcast: https://t.me/+qHqB5VYoQSw2NzYy
🌐 Webseite: https://mopoco-podcast.de
🗣️ Diskussionsgruppe zum Podcast: https://t.me/+qHqB5VYoQSw2NzYy
🌐 Webseite: https://mopoco-podcast.de
💡 Unterstütze uns:
- durch Teilen des Podcasts mit deinen Liebsten: mopoco-podcast.de
- mit einer (gerne auch regelmäßigen) Spende an: DE23 5002 4024 6832 2972 01
- bleib über die neusten Episoden informiert: https://t.me/mopoco_podcast
Credits:
Die Musik wurde für uns von NeoKorTechs zusammen gemischt und zur Verfügung gestellt (insta: @neokortechs, Homepage: http://www.christian-janz.de). Vielen lieben Dank!
🎧 Danke fürs Zuhören – lass uns gemeinsam die Welt liebevoller und verständnisvoller machen - für dich, für deine Beziehung, für alle! ❤️
Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
🎧 Danke fürs Zuhören – lass uns gemeinsam die Welt liebevoller und verständnisvoller machen - für dich, für deine Beziehung, für alle! ❤️
Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen: https://sonjajuengling.de/
Transkript
Hallo, herzlich willkommen bei Monogamie, Polyamorie & Co., dem Podcast für
alle Formen von Beziehungen.
Mein Name ist Sonja Jüngling, ich bin Paar- und Sexualberaterin,
Workshopleiterin, Aufklärerin, Mutter, Naturliebhaberin, Musikerin,
Traceurin, Grenzgängerin und Gegensatzaushalterin.
Zusammen mit meinem wunderbaren Helferlein Luna möchte ich Wissen und Verständnis
weitergeben für alle Formen von und Wünsche in Beziehungen.
Unter anderem wirst du in jeder Folge unseres Podcasts finden Unterstützung
für ganz individuelle Lösungen in Beziehungsformen, nicht nur,
aber auch abseits unserer westlich gelebten Norm.
Wissen, Impulse, Tipps und Tricks für höhere Beziehungsqualität und ganz viel
Infos rund um das Thema gute Beziehungen und Selbstfürsorge.
Ganz wichtig ist uns noch zu sagen, dass das Hören dieses Podcasts dir viel geben kann,
gleichzeitig allerdings keine Paarberatung oder Therapie ersetzen kann und,
dass es unheimlich sinnvoll sein kann, sich früh eventuell sogar gemeinsame
Unterstützung in welcher Form auch immer zu suchen.
Schaff Raum für das, was dich bewegt. Und nun viel Spaß mit der heutigen Folge.
Hallo zusammen zu einer wirklich ganz besonderen Folge von MoPoCo.
Das ist jetzt das dritte Jahr, dass wir mit MoPoCo die Weihnachtstage und Silvester gestalten.
Und es war von Anfang an mein Wunsch und auch damals Gills Wunsch,
dass wir die Folgen vorproduzieren und in der Zeit keine Podcast-Meetings haben
und nichts mit dem Podcast zu tun.
Und dass wir uns in den Zeiten besondere Folgen erlauben, die vielleicht einfach
mit dem Beziehungsthema gar nichts zu tun haben.
Und die Idee war natürlich auch, uns ein bisschen zu entlasten,
vielleicht ein bisschen Jahresrückblick auch einfließen zu lassen und einfach
ein bisschen Narrenfreiheit leben zu können, denn so ein Podcastprojekt,
das ist schon ganz schön aufwendig.
Und jetzt ist es das dritte Jahr und dieses Jahr ist es uns überhaupt nicht
gelungen, irgendetwas vorzubereiten und vorzuproduzieren und wir struggeln ganz
schön, Folgen erscheinen zu lassen.
Und wir haben heute den 15. Dezember und ich gucke gerade auf die Folgenplanung
und bin wirklich relativ spontan und habe jetzt,
ich weiß nicht, wo die Energie herkam, weil ich habe gedacht,
auf gar keinen Fall kann ich noch Content produzieren.
Aber ich hatte jetzt plötzlich doch so einen Moment, wo es ging.
Und ich habe mir überlegt, dass ich mir einen ganz persönlichen Jahresrückblick
aus der Sicht von mir und mir als Podcastsprecherin zu erlauben, den du,
liebe hörende Person, jetzt am 28.
Dezember hören kannst. Und wie immer gebe ich auch einen Ausblick dazu.
Ich möchte einmal über die MoPoCo-Highlights sprechen. Dann möchte ich über
die Sachen sprechen, die mich als Sonja bewegt haben.
Mal gucken, was da alles rauskommt. Ich habe vor, eine kurze Folge zu machen,
weil wir keine Zeit haben zu schneiden.
Und zum Schluss werde ich noch ein bisschen über Ich-Botschaften reden,
weil die immer mal wieder dieses Jahr Probleme gemacht haben in Beziehungen. Schön, dass du da bist.
Wir befinden uns gerade, zumindest du befindest dich vermutlich gerade,
in der Zeit, die ich immer zwischen den Jahren nenne.
Und das ist ein stehender Ausdruck und der ist natürlich bescheuert,
weil es gibt keinen zwischen den Jahren, aber als ich groß geworden bin und
es das Internet noch nicht gab und so, da war die Zeit zwischen dem 24. und dem 31.
Tatsächlich was ganz Besonderes und das war auch deswegen so,
weil wirklich ganz viele Menschen nicht gearbeitet haben und die Straßen waren
leer und an Heiligabend ist niemand mit dem Auto gefahren und alle sind in die
Kirche gegangen. Also natürlich voll subjektiv.
Und für mich hat sich das immer wirklich angefühlt, wie so zwischen den Jahren,
so rausgeplumpst aus der Zeit.
Und ich habe das auch gebraucht, um mich zu resetten. Und die letzten Jahre,
fast Jahrzehnte, ist mir das nicht mehr gelungen.
Und ich würde mir eigentlich wünschen, dass wir das wieder schaffen.
Weil ich finde es eigentlich total wertvoll, so mal zu gucken,
wo stehe ich gerade und wie geht es mir gerade und was habe ich für Energien.
Und manche Menschen sagen zu dieser Zeit zwischen den Jahren auch die rauen Nächte.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, bin da ungebildet, aber es war immer so
ein Zwischen-den-Welten-Gefühl.
Und ich habe heute eine ganz besondere Einladung gekriegt, Grüße gehen raus, du weißt schon wer.
Was mich sehr berührt hat, weil das ist ja was sehr Spirituelles.
Also spirituell bedeutet ja nicht nur, dass ich dem christlichen Gott hinterherlaufe,
sondern dass ich eben einfach an Dinge glaube, die vielleicht wissenschaftlich
gar nicht erklärbar sind.
Und dieses Jahr bin ich ein paar Sachen begegnet, wieder begegnet,
aber dieses Jahr ziemlich geballt, die ich mir mit meinem naturwissenschaftlichen
Hintergrund oft gar nicht so richtig erklären kann.
Also ich bin ja Systemikerin und zum Beispiel Aufstellungen finde ich einfach ganz zauberhaft.
Also denen liegt wirklich ein Zauber inne, den ich nicht erklären kann und auch
in Beziehungen und im Zwischenmenschlichen passieren immer wieder Dinge,
die ich nicht so gut erklären kann.
Ich habe immer wieder Beratungen gehabt, gerade in der letzten Jahreshälfte.
Wo ich gar nicht viel wusste, sondern ganz intuitiv gehandelt habe und fast
wie so eine Verbindung von der Klientenperson zu mir gab.
Und das, obwohl ja ein Monitor noch dazwischen ist.
Also ich mag die Zeit und ich mag mir den Moment gerade für mich nehmen,
mal auf das Jahr zurückzugucken.
Wir hatten dieses Jahr Zweijähriges bei MoPoCo. Zwei Jahre bringen wir jede
Woche schon eine Folge raus, warum das bei,
also ich habe es mal ausgerechnet, es waren irgendwie 104 Wochen und wir haben
keine Folge ausgelassen, aber wir haben irgendwie nur 101 Folgen gehabt.
Ich weiß nicht, woanders lag. Ich hatte keine Lust, danach zu gucken.
Das war eben auch mein Jahr von ich akzeptiere einfach Dinge,
auch wenn ich sie nicht verstehe.
Wenn das irgendwer ausrechnen mag und mir erklären will, dann immer her damit.
Und wir haben es tatsächlich geschafft, keine Folge auszulassen.
Und wir haben jede Woche was rausgebracht, was manchmal übermenschlichen Einsatz
von verschiedenen Leuten verlangt hat. Und ich bin sehr stolz und dankbar dafür.
Und wir wollten das Zweijährige ganz besonders feiern mit einer Live-Folge und
wie immer. Also ich könnte jetzt,
Plakativ sein und sagen, habe ich es nicht geschissen gekriegt,
aber eigentlich kriege ich ganz schön viel geschissen, aber das Leben ist so
voll und es hat mich dann am Ende überfordert und es war keine Live-Folge,
aber trotzdem eine besondere Folge,
die auch dadurch besonders wurde, weil ein paar Leute von euch uns Grußbotschaften
geschickt haben, über die wir uns sehr gefreut haben. Mal gucken,
was wir zum Dreijährigen machen.
Dann waren wir dieses Jahr noch auf der BoFeWo, also auf der Bondage Fetish World.
Also auf einer Messe, auf der wir als Beziehungspodcast eigentlich gar nichts zu suchen haben.
Und trotzdem haben wir uns da total wohl gefühlt, weil Sexualität ist eben auch Beziehung.
Und von verschiedenen Leuten hören wir immer wieder, dass die Kinky-Szene irgendwie
ganz besonders achtsam miteinander ist an vielen Stellen.
Und wir sind super gut aufgenommen worden, sodass wir überlegen,
ob wir nächstes Jahr wieder auf eine Messe fahren, wo wir mit euch Kontakt aufnehmen
können und wo wir vielleicht einen eigenen Stand buchen. Mal schauen.
Wir sind außerdem am Stand von Sebastian Sticks gewesen und sind da fantastisch aufgenommen worden.
Und es ist total schön zu sehen, was alles möglich ist im Podcast-Business.
Also Grüße gehen raus an die Kunst der Unvernunft.
Ich habe auf die Folgen geguckt, die wir dieses Jahr so fabriziert haben.
Und da waren für mich auch schon echt, ihr hört jetzt vielleicht ein bisschen
Computer-Geklapper, weil ich die Liste umsortiere.
Da waren für mich auch echt besondere Folgen bei.
Es ist das zweite Jahr jetzt gewesen, also ja oder zweieinhalbte,
weil wir im September angefangen haben.
Ich gucke mal so quer drüber, Vertrauen sehe ich dann, Erstkontakt sowohl mit
offenen Beziehungen als auch mit Polyamorie, Absprachen, Beziehungsöffnung,
Trennungen haben wir angeguckt, Vetorecht, Polysaturated, da komme ich später noch drauf.
Wir haben Interviews gehabt. Wir haben FAQ-Folgen in 2025 gehabt.
Wir haben über Polyarroganz gesprochen und die Frage, ob Polyamorie der Monogamie überlegen ist.
Wir haben ganz viel über Grenzen gesprochen oder ich.
Über Langzeitbeziehungen, die vier Kink-Folgen Mitte des Jahres,
die haben mir einiges abverlangt.
Wir haben eine Ü50-Folge gemacht in dem Jahr, wo ich 50 geworden bin.
Das war auch ganz schön. Wir haben über Zeitnot gesprochen, ganz viel über Diskriminierung.
Und die Folgen, die sich für mich ganz besonders angefühlt haben,
war die Folge, die ich dazu aus dem Boden gestampft habe und die gar nichts
eigentlich mit Beziehungen zu tun haben,
wie wir mit dieser Welt umgehen wollen, die sich uns gerade auf eine Weise präsentiert,
die wirklich beängstigend ist.
Und das ist ein Prozess, der mich das ganze Jahr begleitet hat und wo ich mir
immer wieder die Frage gestellt habe, wie kann ich eigentlich mit sowas umgehen?
Also wie kann ich auch mit einer für mich sehr realen Bedrohung umgehen,
dass vielleicht ich aufgrund politischer Repressionen meinen Job nicht mehr ausüben kann.
Und ich habe hier mehr Fragen als Antworten. Aber was da auf jeden Fall total
hilft, ist einfach, sich nicht alleine zu fühlen.
Und einer der Gründe, warum ich die Folge heute mache, ist, weil ich mich durch
den Podcast und durch mein wundervolles Team nicht alleine fühle.
In meiner Andersartigkeit, die hier auf dem Dorf manchmal ganz schön schmerzhaft sein kann.
Das hat mich echt bewegt, auch zu sehen, wie viel Gutes passiert.
Und immer wieder dieses Jahr...
Was hochgekommen ist, ist, dass Leute aus Communities ausgeschlossen wurden,
oft männliche Leute oder männlich sozialisierte Leute, was große Wellen geschlagen
hat und wirklich oft nicht gut gelaufen ist.
Also es ist eine Sache, eine Gruppe zu schützen und es ist eine andere Sache, wie ich das tue.
Und zu sehen, dass da auch gute Dinge passieren und dass da sich wirklich Menschen
ins Zeug legen und versuchen zu vermitteln und alle mitzunehmen und aufzufangen
und gleichzeitig klar zu sein und Grenzen zu setzen.
Also was da gerade bei jeder und jedem Wesen einfach auf dieser Welt passiert,
wie die Leute sich neu sortieren und so, das hat mich dieses Jahr wirklich sehr, sehr begleitet.
Und deswegen bin ich total froh, dass ich die Folge gemacht habe.
Und ich glaube, wir brauchen von solchen Folgen einfach ganz oft ganz viel mehr,
weil es ist manchmal schwer, das alles auszuhalten.
Was mir definitiv auch gut gefallen hat an Folgen sind die Folgen mit Dirk,
die Interviewfolgen über Neurodivergenz und über Bindungsstile.
Das war richtig schön und die sind auch wirklich gut gelungen.
Ich höre ja meine Folgen eigentlich nicht nochmal, aber die habe ich nochmal
gehört und zum Teil wirklich weiterempfohlen.
Die Folgen über Kink, auf die hatte ich mich sehr gefreut. Die haben mir sehr am Herzen gelegen.
Und ich finde, sie sind ganz gut gelungen, obwohl ich so viele Abstriche machen
musste und obwohl es mir zu dem Zeitpunkt gar nicht so gut ging.
Und trotzdem ist da was Gescheites rausgekommen.
Einigermaßen Gescheites. Und das Feedback und die Rückmeldungen,
die ich von euch kriege, die wir von euch kriegen, haben mich echt viel getragen dieses Jahr.
Wir haben jetzt zum aktuellen Stand, ich muss mal wieder PC-Geräusche machen.
Ich produziere jetzt die 116.
Folge gerade und wir haben eine Themenliste, die ich, bevor ich den Podcast
gestartet habe, aufgesetzt habe.
Das sind 189 Themen und davon haben wir 39 abgearbeitet.
Und jedes Thema von den 150 verbleibenden hat Potenzial auf eine Doppelfolge, also zwei Folgen.
Wir haben also noch ganz viel in petto Content kreieren ist oder zu wissen,
was darüber ich spreche, das ist echt nicht unser Problem.
Da kann noch einiges kommen, aber wir haben wirklich zu wenig Kapazitäten gerade,
zu wenig Leute, die schneiden.
Und es steht auf der Kippe, ob wir die Frequenz beibehalten können.
Und es war auch dieses Jahr immer wieder Thema, ob wir vielleicht monetarisieren möchten.
Und da haben wir uns vom aktuellen Stand her gegen entschieden,
weil wir einfach frei sein möchten und nicht abhängig von irgendwelchen Sponsoren oder Klickzahlen.
Wir werden also ein ehrenamtliches Projekt bleiben mit all den Sachen,
die dann auch nicht funktionieren.
Was es noch gab dieses Jahr war, dass die Homepage umgezogen ist.
Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen, aber wir haben jetzt eine eigene Homepage,
die hoffentlich auch viel gesucht und gefunden wird und wo wir uns austoben
können, wo wir auch persönliche Botschaften draufpacken können und Spendenaufrufe
und Unterstützungausrufe und die so ein bisschen persönlich gestalten können.
Aber wir kommen nicht dazu.
Wir kommen auch nicht dazu, endlich mal neue Intros und Outros aufzusprechen,
obwohl ich da wirklich die Priorität
echt hochgesetzt habe, weil das passt einfach überhaupt nicht mehr.
Und wir wollen nächstes Jahr auch die Struktur wieder verändern.
Wir nehmen die FAQ-Folgen wieder raus und gehen zurück auf Interview und Praxis-
beziehungsweise Themenfolgen.
Und werden so machen, dass wir immer ein Interview für Themen mit jeweils zwei
Folgen und dann wieder ein Interview für 2025 machen.
Mal gucken, wie sich das für uns anfühlt.
Naja, und wir haben dieses Jahr ganz viele neue Mitarbeitende bekommen und wir
haben noch nicht alle vorstellen können.
Da werden euch vielleicht noch die ein oder andere Sonderfolge ins Haus stehen. Vielen Dank.
Das war mein Rückblick von Mono, Poly & Co. dieses Jahr.
Der Name ist immer wieder schwierig, weil das einfach von den Suchbegriffen
her wirklich anstrengend ist, aber er fasst einfach das, worüber wir sprechen.
Und ich bin total froh, wie wir das strukturiert kriegen und dass wir immer
wieder einfach auch durch unsere
vielfältige MitarbeiterInnenstruktur Vielfalt in den Podcast bringen.
Was uns definitiv fehlt, ist eine Person, die im Monospektrum ist und bleiben
will und das auch richtig toll findet,
weil wir, glaube ich, einfach einen anderen Blick auf Beziehungen haben,
selbst wenn wir Mono versuchen mitzudenken und ich das ja auch einfach kann,
weil ich Monopare in meiner Beratung habe.
Aber also wenn du jemand bist, der Mono ist und bleiben will und das richtig
geil findet und Lust hat, im Team mitzuarbeiten, würden wir uns total freuen.
Wir haben zig Aufgaben offen, schneidige Aufgaben auf jeden Fall.
Aber ja, also wenn du Lust hast, komm gerne dazu.
Jetzt würde ich mir erlauben, noch einen persönlichen Rückblick auf mein Jahr
als Beraterin und als Sonja zu bringen.
Wir haben dieses Jahr das erste Mal das TOBT organisiert, also den Tag der offenen Beziehungstür.
Eine Möglichkeit für Menschen, die sich mit offenen Beziehungen und Polyamorie
und Beziehungsanarchie noch nicht viel beschäftigt haben und keine Berührungspunkte
haben, Menschen zu treffen, die das leben und niederschwellig,
kostenlos da drauf zu gucken.
Ich mache das zusammen mit Leonie Henning aus dem Expertinnetzwerk Polyamorie
und das ist ziemlich erfolgreich gelaufen und wir sind gerade dabei,
die zweite Runde zu planen und die wird es auch geben am 28.02.,
Und vielen Dank, Leonie, dass du meine Erfüllungsgehilfin bist.
Leonie und Annika machen zusammen auch die Polykonferenz, die es auch dieses
Jahr wieder geben wird, von nächstes Jahr 8. bis zum 22.
November, wo ganz viele wertvolle Vorträge von ganz vielen interessanten Menschen
mit anschließenden Deep Dives, also Diskussionen über diese Vorträge,
veröffentlicht werden als Videos. Und das kann ich euch sehr ans Herz legen.
Wir sind außerdem mit den KFPs, also mit den Kink Friendly Professionals auf
eine neue Seite umgezogen. Wer hätte das gedacht? Man kann jetzt endlich filtern.
Ist auch alles noch nicht so schnell, wie das wie wir uns das wünschen würde, aber ja, so ist das.
Ich habe auch dieses Jahr wieder viel gelernt aus meinen privaten Beziehungen
für den Podcast und für meine Arbeit.
Es ist ja tatsächlich so, dass ganz oft in meinen Sitzungen was für mein Privatleben,
dabei rausspringt und dass ich auch aus meinem Privatleben viel mitnehmen kann.
Ich habe nämlich zum Beispiel eine Beziehungspause gemacht oder wir haben Kontaktpause
benannt in einer Beziehung und die war wirklich hilfreich.
Und wir haben uns danach neu begegnen können. Es war also nicht der Anfang des Endes.
Und ich habe am eigenen Leib lernen dürfen, wovon es eigentlich abhängt.
Ob das ein Ende auf Raten ist oder ob das eine gewinnbringende Aktion für die Beziehung ist.
Und ich habe gelernt, was Polysaturation heißt am eigenen Leib und habe da einiges
geändert. Das war auch ganz spannend.
Seitdem bin ich 50 geworden. Wer hätte das gedacht?
Und, das habe ich ja vorhin schon gesagt, die Spiritualität und Energien und
das Spüren, das hat viel mehr Raum eingenommen in meiner Arbeit.
Ich habe ein Stück weit an manchen Stellen, dass ich muss wissen,
wie es funktioniert, losgelassen und andere Wege gefunden, nach Lösungen zu suchen.
Und ich habe vorhin gesagt, ich gucke noch auf die Polysaturation.
Also ich habe gemerkt, dass Polyamorie einfach wirklich viel Energien frisst. Also nicht nur,
Weil es so viele Probleme machen würde, sondern auch, weil die vielen schönen
Erlebnisse, also ich habe im Sommer so viele tolle Sachen erlebt,
so viele tolle Workshops gehabt, aber die kosten einfach auch Energie.
Und danach bin ich auch ausgebrannt. Und unser Leben ist so schnell und wir
nehmen uns alle viel zu wenig Zeit, das zu verstoffwechseln.
Und ich möchte wirklich eine Lanze brechen für die Langsamkeit und für das Bewusste
und für das Atmen. Atmen, ey, so wichtig.
Ja, ich könnte jetzt natürlich noch viel mehr erzählen, aber ich frage mich
auch, was euch das alles bringt, weil ihr seid ja hier, um zu lernen,
wie gute Beziehungen gehen.
Gute Beziehungen bedeuten Authentizität und du kannst nur dich leben mit allem, was du mitbringst.
Jeder Mensch hat ein Kilo Probleme und vermutlich auch ganz schön,
sackvoll, wunderbar, Wunder, Wunder, die jede Person mitbringt und du kannst
nur dich leben und es gibt kein so ist es richtig und so ist es falsch.
Es gibt ein so ist es für dich richtig und so ist es für dich falsch und da
kann dir nur dein Bauchgefühl und dein,
alles das helfen, deine Gedanken, was du mitbringst und du kannst in Beziehungen
nur eins tun, dich authentisch leben und dir geht es am besten.
Damit, wenn du da einen guten Weg mit findest und,
Das ist manchmal gar nicht so einfach. Und gleichzeitig ist es großartig,
weil sich selbst wirklich zu begegnen und mit sich selbst im Frieden zu sein,
holy moly, das ist echt toll.
Auch wenn ich da nicht immer hinkomme. Okay, Ich-Botschaften.
Ich-Botschaften bedeutet ja, dass ich nicht über die andere Person rede,
dass ich sende über etwas, das in mir passiert.
Und das ist ganz schön tricky, wenn ich in Konflikten oder auch in Beziehungsgesprächen
über mich oder über die andere Person rede.
Also ich kann da Anleitungen geben, indem ich sage, benutze kein Du,
red über deine Gefühle und nicht über Fakten und so weiter.
Aber letztendlich, wann ich Ich-Botschaften benutzen darf und sollte und wann
eher nicht, das ist wirklich kontext- und stimmungsabhängig.
Was mir wichtig ist an der Stelle
ist, es geht in meinen Beratungen oft darum, wer sich gesehen fühlt.
Und da haben wir ganz oft einfach einen riesigen, riesigen Mangel.
Und wenn ich mich ungesehen fühle, hat das oft gar nichts mit dem Gegenüber
zu tun, aber natürlich auch.
Und das, wie wir kommunizieren, ist nun mal in den meisten Fällen Sprache.
Und da spielen Worte eine große Rolle. Und wie ich rede, ob ich über mich rede
oder über die andere Person, spielt dabei eine große Rolle.
Und ich möchte dir einfach mitgeben, eine gute Ich-Botschaft greift die andere
Person nicht an und bleibt aber beim Thema.
Also der Fokus wird durch eine gute Ich-Botschaft nicht weggenommen und wo der
Fokus im Gespräch liegt, ist so, so wichtig.
Ich habe es so oft erlebt, dass Menschen es gebraucht haben,
im Mittelpunkt zu stehen und die anderen Personen es nicht hingekriegt haben,
die andere Person im Mittelpunkt stehen zu lassen.
Sei es aufgrund eigener Nichtregulierung sei es aufgrund.
Kommunikativer Unfähigkeit aber eine gute Ich-Botschaft bleibt beim Thema also
wenn eine andere Person mir erzählt, das und das hat mir weh getan dann darf
ich mit einer Ich-Botschaft kontern, wenn ich den Fokus bei einer anderen Person lasse.
Ich darf zum Beispiel so Sachen sagen wie boah, das berührt mich ganz schön doll,
und ich weiß jetzt gerade gar nicht was ich darauf sagen soll und ich würde
so gerne dir ein besseres Gefühl geben, weil ich den Eindruck habe,
dass es dir gar nicht gut geht.
Mein Gefühl ist, dass es vielleicht um die oder die Sache geht.
Könntest du mir da und dazu vielleicht noch was sagen?
Also da eine Offenheit und Neugier zu behalten und trotzdem bei der anderen Person zu bleiben.
Das ist eine gute Ich-Botschaft. Keine Annahmen treffen, sondern nachfragen,
sobald es eine Unsicherheit gibt. Unsicherheiten aussprechen.
Und selbst wenn ich das Du benutzen muss, weil ich zum Beispiel sagen muss,
als du das und das gesagt hast, darf ich darauf gucken, worüber rede ich eigentlich gerade?
Also ein Ich-sehe-dich ist keine Ich-Botschaft in dem Sinne,
weil es den Fokus von der Person nimmt.
Also wenn eine Person sagt, mir geht es gerade schlecht oder ich brauche gerade
das und das, dann bringt es nichts zu sagen, ich sehe dich.
Weil das bedeutet, der Fokus ist auf der Person, die gerade redet.
Und der Fokus ist auf der Person, die ja im Grunde genommen eine Anerkennung dafür will.
Dass sie zugehört hat oder so.
Aber es geht, wenn eine Person ihre Verletzlichkeiten teilt.
Sollte der Fokus bei dieser Person bleiben.
Und es geht nicht darum, dass die andere Person beweist, wie gut sie zuhört,
sondern es geht darum, dass die andere Person sich emotional auf die Person,
die angefangen hat zu reden, einzulassen.
Und natürlich kann die Person, die zuhören darf, das gerade manchmal auch nicht leisten.
Und dann darf das natürlich thematisiert werden.
Aber es ist eben wichtig, dass ich bei den Ich-Botschaften schaue,
über was rede ich eigentlich gerade?
Rede ich über mich? Und möchte ich gerade über mich reden? Oder möchte ich bei
dem Thema bleiben, über das wir gerade sprechen?
So, ich sehe, der 23-Minuten-Ticker ist da. Ich habe keine Ahnung,
ob du mit den Ich-Botschaften-Gebrabbeln was anfangen konntest.
Mir hat es geholfen, mich noch zu sortieren. Und mindestens das habe ich rausgenommen.
Ich wünsche dir eine schöne Übergangszeit. Ich hoffe, dass du schöne Momente
hast und Gegengewichte setzen kannst gegen die hektische Welt und dass du in
die Akzeptanz kommen kannst,
wenn Sachen sich manchmal blöd anfühlen und das Licht sehen kannst,
ohne den Schatten abzulehnen.
Ich wünsche dir einen guten Start in ein fantastisches Jahr 2026.
Ich hoffe, dass du zu dir findest, dass du gesund bist, dass du nach dem Jahr
der Schlange, was ich heute gelernt habe, in dem wir gerade sind,
wo es viel um Häutung und um Verletzlichkeit geht, in das Jahr des Pferdes kommst,
was auch immer das heißt.
Bin ich dann stark als Pferd? Keine Ahnung.
Ich wünsche dir jedenfalls, dass du dein Ziel, was auch immer das ist,
nicht aus den Augen lässt.
Und wenn du immer weiter gehst, dann ist der Erfolg unausweichlich.
Und guck auf das, wo du hin willst, was du brauchst und nicht auf das, was dich stört.
Was bleibt mir jetzt noch mit meiner melancholischen Stimmung?
Gesundheit, habe ich schon gesagt. Viele schöne Momente, tolle Verbindungen.
Und dass du den Schatz in jeder Verbindung sehen kannst und ihn kultivieren
und stärken kannst. Und...
Dass du einfach so viele wie mögliche schöne Tage hast und einfach dir oft genug
den Arsch ablachen kannst. Mach's gut!
Schön, dass du bei der heutigen Folge dabei warst. Wir freuen uns,
wenn du etwas Wertvolles mitnehmen konntest.
Vielleicht magst du es dir kurz notieren?
Was hat dich bewegt? Gab es einen Aha-Moment?
Möchtest du etwas vom Gesagten umsetzen?
Möchtest du uns dazu etwas mitteilen? Dann schreib uns unter podcast@sonjajuengling.de
oder auf Instagram @mopoco_podcast.
Wir sind total dankbar, wenn du uns Hinweise oder Tipps gibst,
die den Podcast verbessern oder meine Arbeit ergänzen können.
Und wir sind dankbar, wenn du uns unterstützt, finanziell oder ganz praktisch
und wenn du uns weiterempfehlst.
Alle Infos dazu findest du unter mono-poly-co.letscast.fm Und wir freuen uns,
wenn du ganz viel Wohlwollen in die Welt und in dein Herz trägst.
Denn jede Person darf fühlen, was sie fühlt und hat gute Gründe für alles, was sie tut.
Also begegne jeder Person mit Wohlwollen, auch ganz besonders dir.
Lass uns die Welt liebevoller.
Feedback geben
Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!